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12.03.2019 - 12:58 Uhr

Neue Botschafterin für Europahaus

Landesministerin Birgit Honé zeigte sich begeistert von Arbeit der Auricher Einrichtung. Das Auricher Europahaus war für Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, schon lange keine unbekannte Größe mehr.

Europahaus-Leiterin Heike-Maria Pilk führte die niedersächsische Europaministerin Birgit Honé am Sonnabend durch die Räume der Auricher Bildungseinrichtung.Foto: Vortanz

Bereits vor ihrem Besuch am Sonnabend hatte die SPD-Politikerin in Gesprächenmit Landrat Harm- Uwe Weber und dem Trägervereinsvorsitzenden Walter Theuerkauf (ebenfalls beide SPD) viel über dieAktivitäten der Bildungseinrichtung gehört. Von den Präsentationen und der Begeisterung des Europahaus-Teams für die

europäische Idee zeigte sich die Ministerin beeindruckt und verabschiedete sich mit dem Versprechen, als neue Botschafterin
für den Verein zu agieren.
Eingeladen war Honé als Referentin für das „Ökologische Frauenfrühstück“ im Europahaus. Die Veranstaltung fand mit rund
85 Gästen im Rahmen der Auricher Frauenwochen mit dem Thema „Frauen–Macht–Europa“ statt. Im Anschluss an das
Frühstück hatte Europahaus-Leiterin Heike-Maria Pilk zum Rundgang durch die Anlage eingeladen.
Der Trägerverein ist, wie Vorstandsmitglied Joachim Queck berichtete, im Jahr 1956 aus dem Wunsch nach aktiver Versöhnung
entstanden. 15 Jahre später wurde daraus das Europahaus, wobei die ursprünglichen Wurzeln erhalten blieben. Heute ist das
Europahaus eine Bildungseinrichtung mit 29 Mitarbeitern, die bis zu 300 Veranstaltungen pro Jahr mit rund 12 000
Teilnehmertagen organisiert. In den Häusern sind derzeit zehn Seminar- und Tagungsräume und mehr als 40 Zimmer
untergebracht.
Neben der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit steht der europäische Gedanke im Mittelpunkt der Aktivitäten. „Die
Arbeit über Grenzen hinweg soll das Zusammenleben unterschiedlicher Nationen und Kulturen stärken und verbessern“, sagte
Pilk. Das Europahaus beteiligt sich unter anderem am europäischen Programm „Erasmus +“, das der Förderung von
allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport dient.

Hier arbeiten die Mitarbeiter inzwischen mit 50 Partnern aus 19 Ländern zusammen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur
internationalen Friedensarbeit.
Auch finden im Europahaus jedes Jahr mehrere internationale Jugendbegegnungen unter Leitung von Jenna Hartman und
Christine Strauß mit Gruppen aus europäischen Ländern statt. Themen der einwöchigen Veranstaltungen sind aktuelle Fragen
wie der Klimawandel oder die bevorstehende Europawahl.
Wirtschaftlich kommt der Verein laut Joachim Queck über die Runden. Die laufenden Ausgaben können gedeckt werden, doch
fehle es immer wieder an finanziellen Mitteln für Investitionen. Eine sehr gute Unterstützung sei der neue Kooperationsvertrag
mit der Stadt Aurich und dem Landkreis Aurich, aus dem jährlich 70 000 Euro in die Kassen fließen.
Als Ministerin für Europaangelegenheiten war Birgit Honé vor allem davon beeindruckt, wie das Team den Europagedanken
positiv weiterträgt. „Sie alle sind Botschafter für Europa. Ab sofort bin ich eine Botschafterin für sie und von ihnen.“

Von Helmut Vortanz

Ausgabe 'ON-Gesamt', 11.03.2019, Seite 5


 

 



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