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18.09.2014 - 10:36 Uhr

Ziel: Sprache von Kindern fördern

Schulen und Kindergärten in Großefehn laden zu einem Aktionstag ein

Schulleiterin Margret Ahrends (vorne, zweite von links) im Kreis der Teilnehmerinnen aus den Kindergärten und Grundschulen von Großefehn. Foto: Mittelstaedt

jm Spetzerfehn . Um die Sprachbildung von Kindern zu fördern, arbeiten Kindergärten und Schulen in Großefehn zusammen. Sie laden zum „Tag des Sprechens“ am Freitag, 26. September, ein. In der Grundschule Spetzerfehn werden in der Zeit von 15 bis 18 Uhr verschiedene Aktionen zu den Themen Sprache, Sprachbildung und Sprachförderung angeboten. Mit Musik und Spiel, Geschichten und Materialien zum Thema soll gezeigt werden, wie Lernfortschritte in der Sprachentwicklung von Kindern erreicht werden können.

Seit 2013 nehmen Kindergärten und Grundschulen in Großefehn an einer Qualifizierungsinitiative des Landes Niedersachsen teil. Das Projekt wird vom Auricher Europahaus als Bildungsträger in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) durchgeführt.

In der Gemeinde Großefehn sind die Kindergärten aus Ostgroßefehn, Strackholt und Spetzerfehn und die Grundschulen aus Strackholt, Spetzerfehn und Mittegroßefehn dabei. Ziel der Qualifizierung ist, die Sprachbildung der Kinder in Kindergärten und Schulen zu fördern.

Denn: Für eine gelungene Bildung von Anfang an ist ein möglichst fließender Übergang vom Kindergarten in die Grundschule wichtig. Das gelte insbesondere im Bereich der Sprachbildung. Heidi Lawatsch vom Kindergarten Strackholt sagte: „Unsere Gesellschaft wird zunehmend sprachloser. Viel wird durch Technik ersetzt. Dem wollen wir etwas entgegensetzen.“ Die Sprache werde immer mehr „eingekürzt“, der Wortschatz bei den Kindern nehme deutlich ab, und oft seien Ein-Wort-Sätze die Regel. Außerdem verlören die Kinder oft die Fähigkeit zuzuhören, um auf Sprache angemessen reagieren zu können.

Margret Ahrends, Schulleiterin an der Grundschule Spetzerfehn, sagte: „Seit 2002, seitdem es keine Vorschulen mehr gibt, gehen unsere Grundschullehrer in die Kindergärten, um dort bei Kindern mit Unterstützungsbedarf bei der Sprache ein Jahr vor Schulbeginn Sprachförderungen durchzuführen.“ Und auch die Kindergärten fördern die Sprachentwicklung der Kinder. Insofern gebe es bereits eine intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden Bildungs- und Erziehungseinrichtungen.

Bettyna Helmerich aus dem „Kindergarten Regenbogen“ in Spetzerfehn weiß: „Die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen aus den Kindergärten und Schulen ist noch intensiver geworden. Das ist sehr gut!“ Die Teilnehmerinnen sind sich sicher: „Ganz ohne persönliches Engagement geht so eine Fortbildung und auch eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen nicht.“

Wichtig sei auch immer die gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Hier gebe es viele Möglichkeiten. Der Kindergarten in Strackholt veranstaltet beispielsweise ein wöchentliches „Elterncafé“, das, so Heidi Lawatsch, „sehr gut angenommen wird.“

Margret Ahrends ergänzte: „Wir haben die Kinder und Eltern unserer Eingangsklassen in diesem Jahr erstmals alle besucht.“

Damit nun aber das erarbeitete Wissen auch an die Kinder und ihre Eltern weitergegeben werden kann, veranstalten die Mitarbeiterinnen nun den „Tag des Sprechens“.

Ostfriesische Nachrichten vom Donnerstag, 18. September 2014, Seite 6


 

 



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