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01.04.2014 - 09:37 Uhr

Junge Spanier fliehen vor der Arbeitslosigkeit

22 angehende Gastronomen sind am Sonntagabend im Landkreis Aurich angekommen

Sie wollen in Ostfriesland arbeiten (vordere Reihe v. l.): Marta Rios (Köhlers Forsthaus, Aurich) und Maria Jever (Straubs Bürgerstuben, Ihlow) sowie (hintere Reihe v. l.) Victor Rossa (Faldernpoort, Emden) und Patricia Moreno (Alte Post, Aurich).Foto: Recke

Aurich. Jetzt sind sie da: 22 junge Spanier zwischen 19 und 30 Jahren, die in hiesigen Gastronomiebetrieben eine Ausbildung beginnen möchten, sind am Sonntagabend nach 48 Stunden Bustour in Aurich angekommen.

Wie berichtet, sehen die jungen Leute wegen der hohen Arbeitslosigkeit in ihrem Heimatland keine berufliche Perspektive mehr für sich und wollen deshalb ihr Glück in Deutschland versuchen.

Viele ostfriesische Gastronomiebetriebe suchen dagegen dringend Fachkräfte und sind dankbar für die Hilfe.

Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst sagte den jungen Spaniern bei der Begrüßung im Europahaus, sie seien „vielleicht in einer Vorreiterrolle“. Möglicherweise finde das Projekt zahlreiche Nachahmer, auch in anderen Regionen. Europa müsse weiter zusammenwachsen. „Wir brauchen uns gegenseitig“, betonte der Bürgermeister.

Betreut werden die Spanier von Mitarbeitern der Kreisvolkshochschule Aurich und des Europahauses. Dort sind sie während der gestern gestarteten Einführungswoche auch untergebracht.

In dieser Woche stehen neben Sprachkursen auch Besuche an typisch ostfriesischen Orten auf dem Programm: Zum Beispiel gibt es eine Exkursion ins Watt, eine Tour zur Jever-Brauerei und ein Boßeln in Rahe mit anschließender Teezeremonie.

Die Spanier machen nun erst einmal dreimonatige Praktika in insgesamt elf Gastronomiebetrieben im Landkreis Aurich. Im Altkreis Aurich nehmen die Betriebe Stadtperle, Köhlers Forsthaus, Alte Post (alle Aurich) sowie Straubs Bürgerstuben (Ihlow) an dem Projekt teil.

Weitere Betriebe sind in Emden, Norddeich und auf Norderney. Anschließend fällt die Entscheidung, ob die jungen Leute eine Ausbildung beginnen können oder wollen. Finanziert wird das Projekt vom Bund. Seite 3

erschienen:
am 'Dienstag, 1. April 2014', in Ostfriesische Nachrichten, Seite 1


 

 



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