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20.03.2015 - 09:09 Uhr

Kaum Interesse an den Tipps zum Falschgeld

Experten der Bundesbank gaben im Europahaus Auskunft   Nur 15 Zuhörer wollten wissen, wie echte vonfalschen Euro-Banknoten unterschieden werden können.

Aurich - Wir gehen jeden Tag damit um, aber können wir unsere Euroscheine eigentlich von falschen Banknoten unterscheiden? Aufklärung und Hilfe dazu gab es am Dienstagabend im Europahaus in Aurich von zwei Falschgeldexperten der Deutschen Bundesbank. Der Auricher Präventionsverein Pfau hatte Michael Czeszal und Carsten Gräper aus Oldenburg eingeladen.

Vor nur 15 Interessierten informierten sie zuerst über die verschiedenen Sicherheitsmerkmale der Banknoten wie Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Hologramm und Glanzstreifen. Die könne man aber im täglichen Zahlungsverkehr ohne Hilfsmittel nicht alle überprüfen, sagte Gräper. Aber es gebe einen Schnelltest, um in wenigen Sekunden herauszufinden, ob man Falschgeld in der Hand halte: durch Befühlen und Kippen des Scheins.

Euroscheine bestehen aus einem Spezialpapier aus Baumwollfasern. Dessen griffige Struktur lasse sich gut fühlen und ertasten, erläuterte Czeszal. Zudem hätten die Banknoten auf der Vorderseite an einigen Stellen ein fühlbares Relief. Wird der Schein gekippt, veränderten einige Merkmale im Hologrammstreifen Motiv und Farbe. Bei der 50-Euro-Banknote erscheinen im Hologramm abwechselnd die Wertzahl und das Hauptmotiv. Damit die Zuhörer den Unterschied selbst feststellen konnten, hatten die Fachleute einige falsche Banknoten mitgebracht.

Zu sehen bekamen die Gäste im Europahaus auch den neuen 20-Euro-Schein, der im November in Umlauf kommt. Durch neue Techniken seien die Sicherheitsmerkmale verbessert worden, berichtete Gräper.

In Verkehr gebracht werden die meisten Blüten über den Einzelhandel. Die Fälscher nutzten dabei oft hektische Einkaufszeiten wie vor Weihnachten. Dann werde in den Geschäften oft nicht so intensiv auf die Scheine geschaut. Auch Jahrmärkte seien für Fälscher beliebte Orte, um ihr Geld unters Volk zu bringen. Am häufigsten würden 20- und 50-Euro-Banknoten gefälscht.

Über die geringe Resonanz zeigte sich Janto-Friso Cornelius, Falschgeldermittler bei der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund und Organisator der Veranstaltung, enttäuscht. Gerade die Auricher Kaufmannschaft hätte doch ein besonderes Interesse an den Hinweisen und Tipps im Umgang mit Falschgeld haben müssen, meinte er.


 

 



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