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17.08.2018 - 12:05 Uhr

Geschichts-Quiz als App

Schüler der IGS Aurich haben im Europahaus eine Software mit Informationen über die Historie der Einrichtung erstellt

Sie präsentierten gestern den neuen „Europahaus-Guide“, der unter anderem per Tablet abrufbar ist (von links): Antonia Gnielka, Frauke Nickel, Edda Smidt, Wiebke Fischer und Hajo Wildeboer von der Auricher Bildungseinrichtung.Foto: Recke

Ausgabe 'ON-Gesamt', 11.08.2018, Seite 4

Von Aiko Recke

Aurich. Sie haben in staubigen Akten des Auricher Landesarchivs geblättert, haben Interviews mit Zeitzeugen geführt, waren auf
den Spuren der Geschichte des Europahauses unterwegs – aber sie sind auch menschlich näher gekommen, haben gelernt,
zusammenzuarbeiten. Herausgekommen ist bei dem Projekt von Achtklässlern der Integrierten Gesamtschule (IGS) ein neuer
„Europahaus-Guide“, den man über eine App per Handy oder Tablet abrufen kann. Schwerpunkt sind Informationen und ein
interaktives Quiz zur Geschichte der Bildungsstätte an der Von-Jhering-Straße.
Die insgesamt sechs einzelnen Teile des Quiz können auch direkt an verschiedenen Stationen im Europahaus per „QR-Code“
aufgerufen werden.
Dabei geht es zum Beispiel um die Geschichte der einzelnen Gebäude, um die Familien de Pottere oder Wallheimer, deren
Deportation ins KZ Auschwitz das Haus zu einem lokalen Erinnerungsort an den Holocaust macht. Damit die Informationen in der
App für möglichst viele Menschen verständlich sind, wurde bewusst eine eher einfache Sprache verwendet.
Die App basiert auf der kostenlosen Software „Actionbound“, die es Nutzern ermöglicht, eigene mobile Abenteuer, Schatzsuchen
und Guides zu erstellen. Die Software wird häufig im schulischen Bereich eingesetzt. Beteiligt waren neben Europahaus-
Mitarbeitern mehr als ein Dutzend Schüler der IGS Aurich aus dem Wahlpflichtkurs „Kunst und Medien“.
Für Projektleiterin Edda Smidt war dies die letzte größere Aufgabe im Auricher Europahaus. Leiterin Heike-Maria Pilk bedankte
sich deshalb am Freitag bei der Präsentation des „Guides“ spontan bei Smidt. „Du hast elf Jahre ausgezeichnete Arbeit bei uns
geleistet“, lobte Pilk – in Anwesenheit von Trägervereinsvorsitzendem Walter Theuerkauf, dem ehemaligen Landrat.
Wie bei allen Projekten des Europahauses ging es nicht in erster Linie darum, am Ende ein perfektes Produkt vorzuzeigen,
sondern auch darum, gemeinsam, tolerant, friedlich und solidarisch an etwas zu arbeiten. Von „Demokratiebildung“ und
„Teambuilding“ ist in einem Förderantrag an den Landkreis Aurich die Rede.
Für das Projekt, das insgesamt rund 13 500 Euro gekostet hat, hat das Europahaus beim Landkreis eine Förderung in Höhe von
rund 2100 Euro beantragt. Über den Antrag soll der Kreisschulausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag entscheiden.


 

 



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