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17.08.2018 - 11:56 Uhr

Jeder Klick verrät mehr über die Geschichte

Bildung Zwölf Schüler der IGS Aurich haben multimediale Touren durch das Europahaus erstellt

Antonia Gnielka (von links, ehemalige Schülerin), Frauke Nickel (Freiwilliges Ökologisches Jahr Europahaus), Edda Smidt

Ausgabe 'Aurich-Wittmund', 14.08.2018, Seite 18

Von Julia Theermann

Aurich - Multimedial können Besucher des Auricher Europahauses seit Neuestem die Geschichte der verschiedenen Häuser auf
dem Gelände – Harnischmacher, Wallheimer, Diekhoff, Klaassen und de Pottere – sowie der Stolpersteine erkunden. Das geht
mithilfe der Smartphone-App „Actionbound“, die privat für Spaziergänge und interaktive Rallyes oder im Bildungsbereich für
Campus-Touren, Museumsführungen oder Bibliotheksrallyes genutzt werden kann.
Die zwölf Schüler des Wahlpflichtkursus Kunst und Medien an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich haben das Programm
genutzt, um sechs Touren durch die Auricher Einrichtung zu erstellen. Am Freitag haben die 13- bis 15-Jährigen ihre Arbeit
vorgestellt.
„Sie haben geforscht, interviewt, sich mit Heraldik beschäftigt und die Geschichte des Europahauses in sechs digitale Quiz
umgewandelt“, sagte Jugendbildungsreferentin Edda Smidt vom Europahaus. Zwischen April und August habe man sich
zusätzlich zu den Schulstunden an vier Nachmittagen im Europahaus getroffen und zudem an zwei Wochenenden Workshops
veranstaltet.
Das Ergebnis konnten die Besucher am Freitag im Europahaus ausprobieren. Unter Anleitung der FÖJlerin Frauke Nickel und der
Praktikantin Wiebke Fischer installierten sie die App auf ihren Smartphones. Danach konnten auf verschiedenen Postern die
Codes eingescannt werden, mit denen die einzelnen Touren – oder Bounds – gestartet wurden.
Unter den Gästen war Ingrid Otto, die Enkelin des Architekten Heinrich Klaassen, nach dem eines der Häuser benannt ist. „Ich
finde es toll, dass ich auf diese Weise wieder mit meinem Opa in Verbindung treten kann“, sagte Otto, die aus Oldenburg angereist
war.
Drei Jahre lang gilt die Lizenz, die das Europahaus für die App erworben hat. „In der Zeit wollen wir die Codes überall auf dem
Gelände verteilen, sodass nicht nur Besucher des Europahauses unsere Geschichte kennenlernen können“, so Smidt. „Die Idee
war, dass wir jemanden haben wollten, der alle Geschichten zum Europahaus erzählen kann, weil das für die Mitarbeiter kaum
noch möglich ist.“
Die Idee mit der App sei Smidt gekommen, weil sie diese schon einmal bei einem Projekt benutzt habe. „Damit hat man dann
nicht nur Text, sondern es ist mit Bild und Ton etwas inklusiver“, sagte sie.
Neben den sechs Quiz seien zwischen den Schülern auch Freundschaften entstanden, so die Jugendbildungsreferentin. „Sie
kommen ja nicht alle aus einer Klasse, aber während des Kursus sind sie zusammengewachsen“, so Smidt.


 

 



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