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20.04.2017 - 11:09 Uhr

Hochschultage in Aurich: Lehrer sind des Lernens müde

Bildung Zur Fortbildungsreihe kamen weniger Teilnehmer / Thema war: „Lebenswelt Schule“   Der Arbeitskreis der GEW Weser-Ems hatte die Veranstaltung organisiert.   Aurich - Zu den Ostfriesischen Hochschultagen in Aurich hatten sich nur halb so viele Teilnehmer angemeldet wie in den vergangenen Jahren.

Die Teilnehmer im Pressegespräch im Auricher Europahaus waren: (oben von links:) Professor Dr. Eric Mührel, Hasso Rosenthal und Professor Dr. Hilbert Meyer; (unten von links:) Ling Lin, Hans-Peter Schröder, Dieter Fröhlich und Jürgen Richter. Bild: Niermann

Von David Niermann

Bildung Zur Fortbildungsreihe kamen weniger Teilnehmer / Thema war: „Lebenswelt Schule“

Der Arbeitskreis der GEW Weser-Ems hatte die Veranstaltung organisiert.

Aurich - Zu den Ostfriesischen Hochschultagen in Aurich hatten sich nur halb so viele Teilnehmer angemeldet wie in den vergangenen Jahren. Damit war eine Art „Fortbildungsmüdigkeit“ im Europahaus zu verspüren, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Jürgen Richter, der OZ. Schulen seien dünn besetzt. Gerade durch die Inklusion und Integration werde den Pädagogen und Sozialarbeitern noch viel mehr Zeit und Engagement abverlangt, sagte Richter. Viele hätten dann keine Kraft mehr, noch zu einer Fortbildung zu gehen, fügte er hinzu. Der Arbeitskreis der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Weser-Ems hatte die dreitägige Veranstaltung organisiert, die von Mittwoch bis einschließlich Freitag ging.

Diese „Fortbildungsmüdigkeit“ bestätigte auch Professor Dr. Hilbert Meyer von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, der in Aurich referierte: „Das ist bundesweit der Fall, dass zu solchen Fortbildungen weniger Teilnehmer kommen.“

Zudem führte er einen erhöhten Druck in den Belegschaften von Bildungseinrichtungen an. Dennoch: „Viele haben den Beruf gewählt, weil sie damit etwas Sinnvolles machen. Dafür nehmen sie auch eine Überbelastung in Kauf“ , ergänzte er. Das sei auch der Tenor eines Vortrags gewesen, berichtete Richter.

Die 29. Auflage der Ostfriesischen Hochschultage drehten sich rund ums Thema „Lebenswelt Schule“. Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter konnten sich bei der Veranstaltung fortbilden und Anregungen aus Diskussionsrunden mitnehmen. In diesem Jahr waren die Hochschule Emden-Leer, die Universität Bremen und die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg mit insgesamt zwölf Dozenten beteiligt.

Zur Auftaktveranstaltung am Mittwochabend waren sogar mehr Gäste als angemeldet gekommen, erklärte der Arbeitskreis-Vorsitzende. „Es war eine wahnsinnige Stimmung.“ Man habe zu afrikanischer Musik getanzt.


 

 



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