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12.09.2016 - 10:15 Uhr

Heike-Maria Pilk hat zum 1. September die Leitung des Auricher Europahauses übernommen

Die neue Chefin möchte die Seminare der Einrichtung auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen und schnellstmöglich Fördermittel für die Angebote akquirieren.

Heike-Marie Pilk lebt mit ihrer Familie seit 1996 in Aurich.

Seit dem 1. September liegt die Leitung des Auricher Europahauses in neuen Händen: Zum Monatsbeginn hat Heike-Maria Pilk den Posten übernommen. Die 52-Jährige hatte zuvor mehr als zwölf Jahre lang die Volkshochschule Leer geleitet.

In der ersten Woche im neuen Wirkungsfeld habe sie damit begonnen, sich einen Überblick über Strukturen und Finanzen zu verschaffen, sagt sie. Doch das sei nur der Anfang: „Mit meinem Team habe ich viel vor“, kündigt die studierte Soziologin und gelernte Verwaltungsfachangestellte im Gespräch mit der OZ an.

International sei das Europahaus eine renommierte Adresse, so Pilk. „Innerhalb Aurichs kennen aber viele Menschen die Einrichtung nicht“, so die neue Leiterin. Als sie das erfahren habe, habe sie das sehr erstaunt. „Daran werden wir arbeiten müssen, und zwar mit einem guten Konzept.“ Das Europahaus gehöre zu Aurich – deshalb sollte es innerhalb der Stadt auch bekannt sein, findet sie.

Ein weiterer – und womöglich der wichtigste – Punkt auf Pilks Agenda sind die Finanzen der Bildungseinrichtung. Pilks Vorgänger, Beenhard Oldigs, hatte die Situation im vergangenen Jahr so beschrieben: „Uns steht das Wasser bis zum Bauchnabel.“ Sie habe vor ihrer Bewerbung gewusst, wie es geldtechnisch um das Europahaus bestellt sei, abgeschreckt habe sie das aber nicht, sagt Pilk. „Ich bin ein Aufbau-Typ.“ Das habe sie in ihrem bisherigen Arbeitsleben herausgefunden.

Um eine funktionierende Finanzwirtschaft im Europahaus aufzubauen, will sie jedes Seminar auf den Prüfstand stellen. „Das heißt nicht, dass wir alle unsere Angebote einstampfen“, erklärt sie. Man müsse allerdings hinterfragen, welche von ihnen wirtschaftlich seien – oder zumindest kostendeckend. „Außerdem schaue ich mir an, für welche Seminare wir Fördermittel akquirieren können“, so die neue Leiterin. Sie werde sich in den kommenden Tagen über Antragsfristen informieren, um keine Finanzspritze zu verpassen. „Die beiden Jahre 2016 und 2017 werden sehr schwierig werden“, sagt Pilk. Sie sei aber zuversichtlich, dass es in den folgenden Jahren einfacher werde.

Auf ihrer langen Liste der abzuarbeitenden Punkte steht auch das Abschaffen von Doppelstrukturen. „In den vergangenen Jahren ist hier vieles durcheinander gekommen“, so Pilk. Umso bemerkenswerter sei es, dass die 42 Mitarbeiter des Hauses die Einrichtung so gut am Laufen gehalten hätten. Mit ihr bekämen sie eine Leiterin, die sie entlaste und in der Verwaltung und Organisation mit anpacke. „Wir werden keine Stellen abbauen, darum geht es gar nicht“, sagt die 52-Jährige. Im Gegenteil: „Gerade im Bereich der Sozialpädagogen und -assistenten haben wir einen Personalmangel.“

Auch das Europahaus als Tagungszentrum steht auf Pilks Agenda. „Wir möchten gut zahlende Gäste, die bei uns guten Service erleben“, so die neue Leiterin. Erst jüngst sei zum Beispiel das W-Lan-Netzwerk der Einrichtung unter der Last der Zugriffe von 52 Seminargästen zusammengebrochen. „So etwas darf uns in Zukunft nicht mehr passieren“, sagt Pilk.


 

 



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