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08.08.2016 - 11:52 Uhr

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt war am Donnerstag im Auricher Europahaus zu Gast

Sie referierte über sozialen Wohnungsbau. Anlass des Besuchs war der Parteitag des Auricher SPD-Stadtverbandes.

Sozialministerin Cornelia Rundt bekam von Ahmet Yalcin (Mitte), Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes und dem SPD-Landtagabgeordneten Wiard Siebels einen Becher mit Auricher Motiven überreicht. Bild: ON-Zeitung

Es seien gute Zeiten für den sozialen Wohnungsbau, sagte am Donnerstagabend die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt. Die SPD-Politikerin referierte im Europahaus. Anlass für ihren Besuch war der Parteitag des Auricher SPD-Stadtverbandes mit der Verabschiedung des Wahlprogramms.

„Das hier ist keine Showveranstaltung“, so Landtagsabgeordneter und Stadtratsmitglied Wiard Siebels vor Beginn des Vortrags. Es sei sinnvoll, ein Programm vor der Wahl zu verabschieden. Auch den Besuch der Ministerin halte er für angemessen, da der soziale Wohnungsbau ein wichtiges Thema und Inhalt des Parteiprogramms sei. Wie berichtet, hatte sich die Auricher SPD selbst in Terminnot gebracht, da Vortrag und Parteitag am selben Abend wie die Ausschusssitzung zum Thema sozialer Wohnungsbau stattfanden.

Konkrete Vorschläge für die Stadt Aurich machte die Sozialministerin in ihrem 20-minütigen Vortrag nicht. Sie informierte allgemein über die aktuelle Entwicklung und neue Möglichkeiten, machte aber deutlich: „Nicht nur in den Ballungszentren, auch in ländlichen Regionen gibt es Bedarf.“ Dieser ergebe sich unter anderem dadurch, dass immer mehr Single-Wohnungen benötigt würden. Ebenfalls steige die Nachfrage an altersgerechtem Wohnraum.

Rundt kündigte an, dass die Landesregierung die Mietpreisbremse in Niedersachsen einführen wolle – jedoch zunächst nur in 19 besonders betroffenen Kommunen. Welche Kriterien Aurich für die Einführung der Mitpreisbremse erfüllen müsse, konnte sie vor Ort nicht beantworten. Sie verwies darauf, dass diese in Hannover erfragbar seien.

In ihrem Vortrag umriss die Landespolitikerin, welche Förderungen von Projekten im sozialen Wohnungsbau es zurzeit gebe. „Wir haben reichlich Mittel zur Verfügung“, so die Ministerin. Ein besonderer Fokus werde dabei auf das Wohnen im Alter gelegt. Selbstbestimmtes Leben, auch für Menschen mit Pflegebedarf, solle durch Projekte wie Wohngemeinschaften ermöglicht werden. Dazu gehöre auch, dass Barrierefreiheit langfristig zum Standard werde. Um die Mittel abzurufen, müssten die Kommunen jedoch entsprechende Konzepte vorlegen. „Aurich ist da schon vorne weg“, tönte es dazu aus dem Publikum. Mit einem Schmunzeln entgegnete die Politikerin: „Aurich ist wie immer vorne weg.“

Während des anschließenden Parteitags stellte die Fraktionsvorsitzende Ingeborg Hartmann-Seibt das Wahlprogramm der Partei vor. Dieses wurde ohne größere Änderungen bei einer Enthaltung angenommen.


 

 



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